Sonntag, 27. März 2016

Frohe Ostern und ein paar Gedanken

Jetzt hab ich mich doch tatsächlich erschrocken! Schon lange war ich nicht mehr hier auf meinem Blog, und da steht doch tatsächlich noch immer FROHE WEIHNACHTEN! Tsss... Na ich hoffe, Ihr hattet frohe Weihnachten, seid gut gerutscht und habt es im Fasching ordentlich krachen lassen (ich ja nicht so, bin ein Faschingsmuffel- nur so am Rande) Die Fastenzeit ist nun auch überstanden und nun haben wir es tatsächlich schon Ende März und wir sind mitten im Osterwochenende. Unglaublich!


Eigentlich könnte ich meinen Text vom Weihnachtspost eins zu eins hierher kopieren (nur würde ich dann natürlich die Weihnachtswünsche gegen Osterwünsche austauschen, soviel Zeit muss sein ;-)) Noch immer hat mich der Alltag voll im Griff. Noch immer habe ich nicht herausgefunden, wie man die Tage verlängert, um all das unterzubringen was ich gerne machen möchte. So viel würde ich gerne machen und für so wenig bleibt Zeit. Im Winter habe ich angefangen ein wenig zu stricken und endlich, endlich habe ich begriffen wie man häkelt. Eine Grannysquare-Decke wäre das Ziel, irgendwann einmal. Zum Nähen komme ich nur selten, obwohl ich nun eine schöne Nähecke hätte in der ich endlich meine Maschine stehen lassen kann. Natürlich ist auch diese Ecke noch nicht fertig eingerichtet, auch das geht nur langsam und Stück für Stück. Eine Kommode möchte ich dafür noch weiß streichen, nur wann, weiß ich noch nicht. 
Entrümpeln möchte ich unbedingt. Ich staple Berge an Kindergewand, viele Erbstücke, vieles von den großen Brüdern für den kleinen Bruder, manches für mein Mädchen, in das sie hineinwachsen kann. Und viele Stücke sind einfach zu viel, werden nicht oder nicht mehr gebraucht. Und dennoch fällt es mir schwer, mich davon zu trennen. Obwohl es dann, wenn ich mich von etwas getrennt habe, ein wunderbar befreiendes Gefühl ist. 
 Ach ja und lesen! Ich möchte lesen. Mein ältester Sohn verschlingt gerade den sechsten Band der Harry Potter Reihe. Er ist da praktisch hineingefallen, eingetaucht in diese Welt und ich lese mit ihm, also eigentlich hinter ihm her, denn überholen darf ich ihn nicht. Das schaffe ich vermutlich auch gar nicht mehr, aber ich finde es so schön, etwas mit ihm zu teilen, fachzusimpeln und eine Gemeinsamkeit zu haben, die wir uns sonst manchmal schwer tun zu finden. 



Ihr seht, eine Menge Baustellen sind das. Lauter schöne Dinge, die ich Stück für Stück versuche in den Alltag einzubauen, immer wieder abwiegend, ob sich im nächsten Zeitfenster, das sich öffnet, vielleicht ein, zwei Nähte ausgehen, oder ob ich doch lieber die Kiste mit der Kinderkleidung in Größe 122/128 ausmiste. Oder, wie so oft, dass ich gar nichts von all dem mache, weil ich mich nicht entscheiden oder nicht aufraffen kann, weil mich die Fülle der Dinge fast erschlägt und ich wie gelähmt dasitze (und doof auf mein Handy starre und Instagram-Posts durchscrolle) und Löcher in die Luft starre, bis es wieder Zeit ist das Essen zu machen, die Wäsche aufzuhängen, oder was sonst noch so darauf wartet, erledigt zu werden. 

Nun, eine Baustelle habe ich wohl vergessen zu erwähnen. Diesen (dieses?) Blog hier. Noch immer bin ich nicht gewillt, ihn aufzugeben, ihn zu schließen, einen Strich darunter zu setzen und die Sache zu beenden. Andererseits fühlt es sich momentan besser an, ihn noch ein Weilchen ruhen zu lassen. Ich mag nicht, dass mich das Schreiben stresst. Es soll ein Hobby sein und Spaß machen. Immer wieder überlege ich, dieses und jenes könnte ich posten, aber Bilder dazu zu machen, sie zu bearbeiten und halbwegs ansprechende Texte dazu zu verfassen, kostet mich momentan viel Mühe, also lasse ich es lieber. Aber... ich hoffe weiterhin!

Phu... das war jetzt viel! Ich hätte es vielleicht aufteilen sollen, so kleinhäppchenweise. Dann käme wieder mehr Leben in diesen ruhigen Ort hier ;-) Aber nein, es ist schon gut so. 

Nun bleibt mir noch, Euch und Euren Familien ein frohes Rest-Osterfest zu wünschen.

*
Bis irgendwann einmal, oder, bis zum nächsten Feiertag! :-)
Alles Liebe, 
Carmen

*unsere Ostereier dieses Jahr. Erstmals mit Naturfarben gefärbt. Spannend war das, und überraschend. Aber, sie gefallen mir sehr und ich werde es im nächsten Jahr bestimmt wieder versuchen!



Mittwoch, 23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

Nur ein kurzes Lebenszeichen, ein Auftauchen aus der Versenkung. Ich stecke mitten in einer (ungeplanten) Blogpause. Irgendwie fehlt momentan die Zeit. Die Zeit zum Nähen, zum Fotografieren, zum Texte schreiben. Der Alltag hat mich voll im Griff, die Tage sind zu kurz, viel Platz für Kreativität bleibt nicht. Aber ich habe Hoffnung, dass sich das auch wieder ändert.


In der Zwischenzeit möchte ich Euch von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünschen, viel Zeit mit Euren Lieben, Ruhe und gemütliche Tage. 
Und ein gutes und gesundes neues Jahr!

Alles Liebe, Carmen

Sonntag, 18. Oktober 2015

Neunzig

Es gibt unzählige großartige Frauen auf dieser Welt. Berühmte Frauen in der Wissenschaft, in der Literatur oder der Politik. Künstlerinnen, Denkerinnen, Pionierinnen. 
Aber noch beeindruckender finde ich oft die Heldinnen des Alltags. Sie mögen vielleicht nicht so berühmt sein oder allseits bekannt, dafür aber nicht weniger großartig.
Am heutigen Tag feiert meine ganz persönliche Heldin ihren 90. Geburtstag.

Meine Oma.
Oma habe ich sie allerdings nie genannt. 
Wie früher üblich, sprechen ihre Kinder sie mit Mutter ( bei uns im Dialekt spricht man es Muttå) und in der 3. Person an. Was im hochdeutschen sicher sehr förmlich klingt, klingt im Dialekt zwar respektvoll aber sehr liebenswürdig. Und weil ich ihre erste Enklin bin und sie sich damals, als ich zur Welt kam, noch zu jung für eine Oma fand, habe ich das Mutto gleich mit übernommen. :-)
Ich mag und mochte es immer sehr.


Aufgewachsen als eines von 6 Kindern in einem kleinen Bergdorf in Südtirol, hat sie mit 27 Jahren einen feschen Bauerssohn aus der Nachbarschaft geheiratet. In den nächsten 14 Jahren hat sie 10 Kinder geboren. 3 Buben (der Erste, der Letzte und einer in der Mitte) und 7 Mädchen! 
Meine Mutter ist die zweitälteste der 10 und ich hatte das Glück, mit vielen Onkeln und Tanten groß zu werden.
Neben ihrem Dasein als Mutter und Bäuerin, hat sie auf dem Hof auch ihre Schwiegereltern und zwei Tanten gepflegt, als diese alt und krank waren. Sie hat gekocht, genäht, gestrickt und das ganze Dorf mit Kräutern und guten Tips versorgt. Und für mich heute völlig unvorstellbar: bis zum 8. Kind hatte sie nicht mal eine Waschmaschine. 
Sie war stets als Erste auf und ging als Letzte zu Bett. Es ist unglaublich, was diese Frau alles geleistet hat und so oft denke ich daran, wenn ich wieder mal kurz vor dem Verzweifeln bin mit meinen Vieren.
Mit viel viel Liebe und großem Gottvertrauen hat sie ihre Ehe gelebt und ihre Kinder erzogen. Über 60 Jahre lang waren sie und mein Opa verheiratet, bis er heuer im Februar leider vorausgehen musste.

Immer schon war sie eine Frau mit einer unglaublichen Energie, einem tollen Humor und einem großen Herzen. Und so ist sie bis heute. Nie trifft man sie ohne ein "Gstrick" oder etwas zum Häkeln in der Hand an. Unzählige Babypatschen und Hauben (Kappen) hat sie schon gestrickt. Ihre Hände ruhen nie und sie hat immer Zeit für ihre Kinder, Enkel und Urenkel (meine 4)
Ich bewundere diese besondere Frau für ihre Energie und Stärke, für ihre Geduld und ihren tiefen Glauben. (Wir sagen immer, sie hat einen besonderen Draht nach oben :-))
Sie ist mir in so Vielem ein großes Vorbild.



Und weil sie auch eine fleißige Blogleserin ist, wünsche ich ihr auch auf diesem Wege alles Gute.

Liaba Mutto, i wünsch enk va Herzn olls olls Guite zin Giburtstog! Gsundheit, Glick und no viele guite Johr mit olle Lieben.Und dass enk die Wolle zin Vostrickn nia ausgeat :-)

(Liebe Mutter, ich wünsche Euch von Herzen alles alles Gute zum Geburtstag! Gesundheit, Glück und noch viele gute Jahre mit allen Lieben. Und dass Euch die Wolle zum Verstricken nie ausgeht)

Alles Liebe, Carmen

Unbedingt noch zeigen möchte ich Euch die wunderschöne Hülle für ein Fotoalbum, die meine Mama für ihre Mutter genäht hat. Ein wunderbares Album mit vielen vielen Bildern von all ihren Lieben. Und bei 10 Kindern, 11 Enkeln und 4 Urenkeln kommt da schon Einiges zusammen!








Montag, 5. Oktober 2015

Zehn

Gut, ich weiß, einen Post mit diesem Satz zu beginnen ist nicht besonders originell. Aber ich denke, jede Mutter wird es mir nachfühlen können wenn ich sage: 
Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. 
Mit Kindern wohl noch schneller als ohne.


Jetzt bist Du zehn, mein Großer. Zehn! Dabei warst du doch gerade erst noch mein Kleiner. So klein und hilflos, noch nicht richtig angekommen in der Welt aber doch schon da. Manchmal wünschte ich, ich könnte dich noch einmal halten. Dich kleine Bündel Mensch. Ich würde dich so gerne nochmal halten, mit all der Erfahrung die ich mittlerweile habe. Mit dem Selbstvertrauen und diesem Urvertrauen in meine eigenen Fähigkeiten, das ich damals noch nicht hatte. Ohne Angst, alles falsch zu machen und ohne das Gefühl, meiner Unabhängikeit beraubt worden zu sein. Dich einfach nur mit der Liebe und Wärme im Arm zu halten, die ich heute empfinde, ja, das würde ich gern.


Wir hatten keinen ganz leichten Start. Das mit den Muttergefühlen hat nicht auf Anhieb so funktioniert wie im Lehrbuch, und Dir war die Welt anfangs wohl etwas unheimlich. Aber wir sind zusammengewachsen. Schön langsam, Schritt für Schritt. Dabei war das so manches mal eine kleine Herausforderung. Du warst ein Wirbelwind, und bist es noch. So manches Mal ein ordentlicher Tornado, der durchs ganze Haus fegt ohne Rücksicht auf das, was Dir im Weg steht. Du bist laut und ungestühm, impulsiv und furchtbar stur beharrlich. Du bringst mich fast täglich an meine Grenzen, weil Du an den Deinen entlangtanzt und sie immer wieder überschreitest.
Du bist aber auch lieb, einfühlsam, sensibel, hilfsbereit und ehrlich. Du bist verantwortungsbewusst und schon sehr selbstständig. Du magst es viel lieber, Baumhäuser zu bauen, Bogen zu schnitzen, Löcher zu graben und mit Freunden Fußball zu spielen, als in einem Verein zu sein oder Gitarrenstunden zu nehmen. Du liebst Deine Freiheit und Du weißt ganz genau, was Du willst (und was nicht!)
Du bist nicht immer einfach (wer ist das schon?), aber Du bist toll!


So viele Schritte durfte ich schon gemeinsam mit Dir gehen. Dich begleiten, als aus dem kleinen Baby ein Kleinkind wurde, dann ein  Kindergartenkind und schließlich ein Schulkind. Jedesmal wenn Du etwas Neues beginnst, ist es auch für mich eine Premiere. Wir wachsen gemeinsam, machen Erfahrungen, machen Fehler und lernen. Deine Geschwister haben den Vorteil, dass viele Wege die sie beschreiten (werden), Du schon vor ihnen gegangen bist und ich nicht mehr so unsicher bin wie beim ersten Mal mit Dir. Es fällt mir nicht immer leicht mehr und mehr loszulassen, Dir mehr zuzutrauen und Deine Welt größer werden zu lassen. Aber es ist auch schön und besonders, die Welt mit Dir neu zu entdecken und Dir zuzuschauen, beim Wachsen, beim Weltendtecken. 

Für die nächsten aufregenden 10 Jahre wünsche ich Dir, dass Du so offenherzig, fröhlich, ehrlich und verantwortungsbewusst bleibst, wie Du bist. Dass Du den Mut hast, auch mal nein zu sagen und gegen den Strom zu schwimmen. Ich wünsche Dir, dass Du immer jemanden an Deiner Seite hast, dem Du Dich anvertrauen kannst und der Dir die richtige Richtung zeigt, wenn Du mal nicht mehr weiter weißt. 
Mir wünsche ich, dass ich Dir eine gute Begleiterin bin. Dass ich da bin, wenn Du mich brauchst und es schaffe mich zurückzuziehen, wenn es an der Zeit ist. 
Ich wünsche Dir Wurzeln und Flügel!

Alles Liebe,
Deine Mama
 
 Carmen

Edit: Vielen vielen Dank für die vielen lieben Kommentare zum letzten Post :-)

Dienstag, 29. September 2015

Das Lieblingsstück

Kennt Ihr das? Da gibt es Nähstücke, die ganz in Ordnung sind, manche mag man lieber als andere, einige gelingen besser, manche sind bestenfalls für die Tonne. Und dann... dann gibt es da diese Stücke, die einem ganz besonders am Herzen liegen. Auch sie sind vielleicht nicht perfekt oder fehlerlos, aber besonders. 
Herzensstücke eben. 


Schon im Frühjahr habe ich dieses hier genäht. Mein allerliebstes Nähstück. 
Das Werk, das mir in meiner bisherigen Nähkarriere die allermeiste Freude bereitet. 
Ein blaues Mäntelchen fürs Glückskind. 
Ganz genau hatte ich im Kopf, wie es mal werden sollte. Ein Schnittmuster zu finden war gar nicht so leicht, aber in der Ottobre 6/12 (Schnitt Nr. 9) wurde ich fündig. 


Und da es so eine Eigenart von mir ist, keinen, aber auch wirklich keinen Schnitt ohne irgendeine Änderung zu nähen, habe ich hier statt einem Reißverschluss eine Knopfleiste genäht.


Der ballonartige Saum unten hat mir weniger gefallen. Auch das habe ich geändert. 
Leider weiß ich gar nicht mehr genau, was ich noch alles geändert habe, aber da der Schnitt für ein dickeres Futter konzipiert wäre, habe ich auch die Weite angepasst und ebenso die Länge, damit mein damals noch krabbelndes Glückskind nicht über den Saum stolpert.

 

Der dunkelblaue Stoff ist ein sehr angenehmer, etwas festerer Leinenstoff.


Gefüttert ist das Mäntelchen mit einem gepunkteten Baumwollstoff und einer Schicht Flanell (von einer alten Bettwäsche), damit es nicht gar zu dünn ist und auch an kühleren Frühlings- und Herbstmorgenden getragen werden kann. 
Die Ärmel habe ich mit Futterstoff gefüttert, damit das Reinschlupfen leichter geht. Die Knöpfe sind mit Stoff bezogene Knöpfe von Prym. 


Da das Mäntelchen recht großzügig in der Weite ist, würde es vermutlich nächstes Frühjahr auch noch passen, wenn nur die Ärmel etwas länger wären... 
Aber vielleicht fällt mir da noch was ein. Es ist schön, wenn solche Lieblingsstücke recht lange mitwachsen.

Alles Liebe, 
Carmen

Freitag, 11. September 2015

Ein Geschenk (für mich)

Schon lange wollte ich Euch zeigen, was das kleine Glückskind zum ersten Geburtstag bekommen hat.
Erste Geburtstage sind doch immer etwas Besonderes. Wenn aus dem Baby ein Kleinkind wird. Wenn man zurückschaut auf dieses Jahr, in dem sich das hilflose kleine Menschlein zu einem selbstbewusstes Persönchen entwickelt. Wenn man sieht, wie sich die Familie verändert, das Kindlein seinen Platz darin findet und sich alles neu ordnet. 

Und für eben diesen besonderen Tag, braucht es ein besonderes Geschenk. 
Eigentlich habe ich gar nicht lange überlegen müssen. So vieles ist in unserem Haushalt schon vorhanden, aber ein schöner Puppenwagen fehlte. Zwar hatten auch die Buben einen Puppenbuggy samt Puppe (noch von mir), aber so wirklich interessiert hat es sie nie. Der Buggy wurde höchstens für wilde Ralleyfahrten durch die Küche missbraucht, er war eher Rennfahrzeug oder Transporter für diverses Spielzeug. Das Püppchen hatte kein einfaches Puppenleben hier bei uns und fristete eher ein trauriges Dasein. 

Mit dem Plan, meinem Mädchen einen schönen Puppenwagen samt Puppe zum ersten Geburtstag zu schenken, habe ich -wenn ich ehrlich bin- mir selbst einen Wunsch erfüllt.


Seit ich Mutter bin, habe ich schon viele Geschenke für meine Kinder ausgesucht. 
Rutschautos und Bauklötze, Eisenbahn und Feuerwehr, Piratenschiffe und Burgen. Natürlich haben mir die Sachen gefallen. Aber- wenn ich nochmal ehrlich bin- so richtig richtig begeistern konnten sie mich nicht. Meinem Mann und dem Taufpaten der Kinder ging es da schon anders. Die Begeisterung meines  Mannes, als er mit den Kindern sein altes Lego aufgebaut hat, fand ich toll und ich habe mich mitgefreut, aber so wirklich konnte ich sie doch nicht teilen.

Ist es nicht so, dass man den Kindern schöne Erlebnisse wünscht, die man selbst als Kind hatte? Dinge die man schön fand, auch an die Kinder weitergeben möchte und auch, dass man sich selbst in seinen Kindern sucht und die eigene Kindheit mit ihren intensiven Gefühlen ein Stück weit wiederfinden möchte?


Ich selbst war als Kind eine leidenschaftliche Puppenmama. 
Und so hat es mir großen Spaß gemacht, das Geschenk für das kleine Glückskind auszusuchen. Gefunden habe ich einen wunderschönen und sehr stabilen Korbpuppenwagen* und eine- wie ich finde- sehr hübsche und, auch für Kleine, handliche Puppe*.(Natürlich wäre es auch schön gewesen, eine Puppe selbst zu nähen. Leider hat es die Zeit nicht zugelassen, aber was nicht ist, kann ja noch werden)
Den Überzug fürs Bettchen und den Polster habe ich aus einem Stoff, der mal mein Bettüberzug war, noch schnell selbst genäht und auch das Schürzenkleidchen für die Puppe ist am Abend vor dem Geburtstag noch entstanden.


Tatsächlich hat sich das kleine Glückskind sehr darüber gefreut. Der Puppenwagen war ein guter Helfer beim Laufenlernen und das Püppchen wird gekuschelt und durchs Haus geschoben. 
Und auch der 4jährige (und manchmal auch der 7jährige, aber pssst ;-) ) ist seither ein begeisterter Puppenpapa!

 
Ich freue mich, dass meine Kinder so gerne damit spielen und ich die Begeisterung teilen kann/darf.
(verlinkt beim Freutag)

Alles Liebe, 
Carmen

*Hochwertig verarbeiteter und sehr stabiler Puppenwagen von Echtkind

 Dieser Post ist NICHT gesponsert, also ist es auch keine Werbung in diesem Sinn. Dies ist eine persönliche Empfehlung, denn von der Qualität beider Produkte bin ich selbst sehr begeistert.

Freitag, 28. August 2015

This is not ok! Mein Beitrag

Ich glaube fast, viel brauche ich dazu nicht mehr zu schreiben. 
Ihr habt es bestimmt schon gelesen, gehört oder seid selbst mit dabei. This is not ok, eine tolle Aktion von Susanne aka mamimade, soll ein Zeichen setzen. 

Nähbloggerinnen zeigen in einem Onlinekatalog selbstgenähte Outfits und/oder Fairwear. Wir wollen damit zeigen, dass wir es nicht in Ordnung finden, wenn Näherinnen in Bangladesch oder sonstwo in riesigen Fabrikhallen sitzen und für einen Hungerlohn unter furchtbaren Bedingugnen unsere (Billig)Kleidung nähen.
Wir werden damit vermutlich nicht die Welt retten, aber wenn es uns damit gelingt, den einen oder anderen anzuregen mehr auf das zu achten was er kauft und wo und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde, so ist das schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Natürlich wollte ich auch mitmachen und einen kleinen Beitrag dazu leisten.
Der Plan: Ich nähe mir ein wunderschönes Sommerkleid, so eins, wie ich es schon immer haben wollte. Dann fahren wir hinaus aus dem Städtchen, suchen uns ein wunderschönes Feld und machen tolle Bilder, verträumt, mit Sonnenblümchen in der Hand. 
Ähm, ja, und das ist das Ergebnis.

Nein! Ich habe vergessen die Uhr abzunehmen!
Genäht habe ich eine Sommerhose von Lillesol und Pelle aus dunkelblauem Leinen (von *hier*, zwar bio, aber leider nicht GOTS-zertifiziert) die bereits entstanden ist, bevor Julia von Lillesol und Pelle beschlossen hat, von ihr verwendete Ebooks für den Katalog zurückzuerstatten *klick*
Die Hose sitzt sehr lässig und bequem. Und wie man auf den Bildern sieht, liebe ich die Hosentaschen besonders!


Das hellgraue Shirt, ganz schlicht und einfach, ist ein Kimono Tee von Maria Denmark 
(Wer sich für den Newsletter registriert, bekommt das Schnittmuster kostenlos.)
Den kleinen rosa Knopf habe ich in der Knopfkiste meiner Mutter gefunden. Ich liebe es, in dieser Schatzkiste zu wühlen!
Über den Stoff kann ich leider nicht viel sagen. Ich habe ihn vor einiger Zeit im heimischen Stofflädchen gekauft und es ist der weichste Jersey, den ich je vernäht habe.

 

Ach und auch ich muss leider barfuß teilnehmen. Meine bisher einzigen fairen Schuhe sind 
 Winterstiefel von Gea und die waren mir bei den sommerlichen Temperaturen dann doch zu warm!


Die wunderhübsche Schmetterlingskette ist handgemacht, von *hier*


Liebe Susanne, ich hoffe, es ist ein brauchbares Bild dabei. Entscheiden konnte ich mich leider nicht, das überlasse ich Dir ;-)


Vielen Dank für diese tolle Aktion! 
Auch ich nehme davon was für mich mit und werde in Zukunft beim Einkaufen noch mehr darauf achten, wofür ich mich entscheide.

Ich bin überzeugt, der Katalog wird supermegaoberhammermäßigcool :-)

Alles Liebe, Carmen

Ach ja und das Kleid! Das näh ich dann wohl im nächsten Sommer!